Verbinden, Verkleben, Montieren – Die Festigung der Masken

Nicht nur die starken Verschmutzungen beeinträchtigen die einzigartige ästhetische Wirkung der Tanzmasken – an vielen Stellen haben sie ihre Spannung, Stabilität und Festigkeit verloren. Das Rattan ist vielfach gebrochen oder einzelne Streben sind abgetrennt; der Rindenbaststoff Tapa ist häufig durch zu große Oberflächenspannung gerissen oder ausgedünnt. Nach der umfangreichen Reinigung gilt es nun also, das Grundgerüst gut zu festigen, Materialien teilweise zu ergänzen und notwendige Sicherungen von Pflanzenteilen anzubringen.

Vorzustand: Schäden im Tapa
Vorzustand: Schäden im Tapa

Die Restauratorinnen stellen Brücken aus Rattan her und fügen einzelne Streben ein, um die originale Form der Masken wieder herzustellen und dem Trägergerüst seinen Halt und seine Stabilität zurückzugeben. Insbesondere der empfindliche Rindenbaststoff Tapa hat durch die jahrelange Lagerung gelitten. Neuer, dickerer Rindenbaststoff wird von den Restauratorinnen gespalten und dünner geklopft, um in der richtigen Materialstärke eingefügt werden zu können. Auf dem Kopfteil der Vungvung-Maske etwa wird jedes einzelne Blatt des stark brüchigen Blätterkranzes mit feinem Japanpapier  gesichert – eine Arbeit, die viel Geduld und Fingerspitzengefühl erfordert.

Zustand nach der Festigung
Zustand nach der Festigung

© Kaspar und Lauterwald, GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig