27.1.2002 bis 3.3.2002
Die 1973 in Afghanistan entstandenen Fotografien stellen Menschen und ihre Umgebungen dar, die es heute nicht mehr gibt. Die Arbeiten des Fotografen Irwin Dermer stehen nicht in Beziehung mit jenem Afghanistan, wie wir es in den letzten Jahren und Monaten durch die Medien kennen lernen mussten. Es sind Bilder eines friedvollen, geschäftigen Alltags.
In 57 Bildern wird über afghanische Kultur berichtet wie sie vor den Kriegen bestand, wie sie in sich ruhte und sich mit ihren Arbeitsprozessen dokumentieren ließ. Dermers Foto-Arbeiten sind der Malerei und Graphik verwandt. In detailreichen und feinkörnigen Bildern stellt er das Handwerk dar, beschreibt eine Reise mit dem Bus durch die Hochebenen Afghanistans, nimmt das berühmte Pferderennen Buzkashi auf, zeigt Händler beim Vertragsabschluss.
Seine poetischen Bilder beschreiben einfache ethnographische Tatsachen und sie zeigen vor allem eines: Respekt vor dem fremden Dasein. So erreicht Dermer eine weite Sicht der Welt, der Natur, der Menschen, ihrer archaisch anmutenden Techniken. Der durch zahlreiche Arbeiten bekannt gewordene New Yorker lebt und arbeitet in Deutschland und der Schweiz.
1962 begann er seine Tätigkeit als freiberuflicher Fotograf in New York, arbeitete für United Artists, Twentieth Century Fox, MGM, Columbia Pictures. Seine Fotoreportagen erschienen in Esquire Magazin, Life, Vogue und Harpers Bazar. Mehrere Museen übernahmen seine Arbeiten in ihre Sammlungen, so das Metropolitan Museum of Art in New York, die Smithsonian Institution, das National Museum of American Art in Washington D.C. und die Bibliothèque Nationale de France in Paris.
Kunstplakat zur Ausstellung
Verkaufspreis: 3,00 Euro