Die Nordasiensammlung des Museums gehört zu den kleinsten regionalen Sammlungen. Sie umfasst nur etwa 2500 eingetragene Nummern. Aber wie in allen Sammlungen verbergen sich darunter auch einige echte Schätze.
Zu den Highlights gehört zweifelsohne ein komplettes Schamanenkostüm der Ewenken (Bild). Andere äußerlich eher unscheinbare Objekte beziehen ihren wissenschaftlichen Wert aus der Seltenheit - wie z.B. eine Gruppe von Objekten der Keten aus dem Jahre 1925, in Sibirien von Hans Findeisen, einem besonders in der Sprachforschung bedeutenden Wissenschaftler, gesammelt.
Einige wenige Stücke stammen bereits aus sehr früher Zeit, aus der Gründungssammlung des Museums von Gustav Klemm (gest. 1867); die Mehrzahl aber aus der Zeit zwischen 1880 und 1920.
Regionale Schwerpunkte sind das Amurgebiet (Nanaier, Niwchen, Oroken, Orotschen, z.T. Ainu) und das Gebiet des Lena-Bogens (Jakuten).
Weitere Objekte stammen aus dem Hohen Norden, Ost- und Westsibirien (Tschuktschen, Korjaken, Ewenken, Ewenen, Chanti, Mansi, Nenzen, Keten), nicht zu vergessen auch einige Objekte der Burjaten und der Tuwiner.
Ansprechpartnerin:
Dipl. Ethn. Marita Andó
Tel. 0341/9731-914
marita.ando@ses.museum