FaltenReich

Vom Älterwerden in der Welt

19. März - 4. Oktober 2009

www.faltenreich-ausstellung.de

„FaltenReich - Vom Älterwerden in der Welt“ beleuchtet die kulturellen Aspekte des Alterns in Deutschland und in anderen Regionen. „Alt ist, wer verheiratet ist“, heißt es beispielsweise bei den Ayizo in Westafrika. Doch was wird in Deutschland unter dem Alter verstanden, in China oder in Indien? Welchen Status haben ältere Menschen in anderen Kulturen? Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede zeigen sich dabei im Vergleich zu Deutschland? Die kulturvergleichende Ausstellung wirft einen ungewohnten Blick auf das Alter und will damit zur Diskussion über neue Altersbilder beitragen.

Besucherinnen und Besucher erleben auf einer Fläche von 650 Quadratmetern zeitgenössische und historische Ausstellungsstücke aus Alltag, Medizin, ritueller Praxis und Technik. Ob Langlebigkeitsgott, Ahnenfigur oder Yogabuch – die Exponate kommen aus verschiedenen Teilen der Welt und wurden in den Staatlichen Ethnographischen Sammlungen Sachsen zusammengetragen. Sie werden ergänzt durch herausragende Leihgaben anderer Museen und privater Leihgeber. Fotos, Videos sowie Hör- und Medienstationen runden die Ausstellung ab.


FaltenReich präsentiert Facetten des Alterns. Die Ausstellung fragt beispielsweise, wie Alter bemessen werden kann – in Jahren, anhand des Familienstands, oder etwa ganz anders? Im Amazonasgebiet weisen Schmuckstück auf Altersangaben, die für uns ungewöhnlich erscheinen. Was hat ein chinesischer „Langlebigkeitssarg“ mit einem Buch des Freiherrn von Knigge zu tun? Wie zeigt sich darin das Miteinander der Generationen? Was verbindet Großmütter in Deutschland und in Südafrika? Fotos und Interviews weisen auf Unterschiede und Gemeinsamkeiten hin. FaltenReich stellt ebenso dar, welche Wege Menschen in Deutschland und Indien auf der Suche nach der ewigen Jugend beschreiten und wie sie dabei auch Ayurveda einsetzen. Die Ausstellung zeigt: Klischees vom Alter entsprechen schon längst nicht mehr der Wirklichkeit, „die Alten“ gibt es nicht. Das Alter in dieser Welt hat viele Gesichter.

Am Wochenende zwischen 10 und 18 Uhr können Sie sich in der Ausstellung am Computer virtuell "altern" lassen. 

Umfangreiche museumspädagogische Aktivitäten mit eigenen Angeboten für Schulklassen sowie ein vielfältiges Begleitprogramm (z.B. Vorlesungsreihe und Filmreihe) umrahmen die Ausstellung.
Zur Ausstellung erscheint ein Begleitbuch (190 Seiten mit ca. 120 farbigen Abbildungen; Preis: 17,90 Euro)


Eintrittspreise: 6/3 Euro; Führungsgebühr: 50,- Euro

Das Projekt wird gefördert durch:

Der Gott des langen Lebens - beliebt in China,
Foto: Eva Winkler
Der Gott des langen Lebens - beliebt in China, Foto: Eva Winkler
Wunschoma Renate,
Foto: Christoph Gödan
Wunschoma Renate, Foto: Christoph Gödan
Oma Gertrud aus Südafrika kümmert sich um vier Enkelkinder,
Foto: Christoph Gödan
Oma Gertrud aus Südafrika kümmert sich um vier Enkelkinder, Foto: Christoph Gödan
Aufstehen für Ältere - altmodisch?
Foto: Eva Winkler
Aufstehen für Ältere - altmodisch?