06.10. bis 06. 12. 2011 Osaka
Veranstalter und Leihnehmer: The Foundation for Research and Promotion of Ainu Culture
Am 5. Oktober wurde die Ausstellung “Das Leben der Ainu im Spiegel einer deutschen Sammlung” im Nationalmuseum für Ethnologie Osaka feierlich eröffnet. Die Eröffnungszeremonie endete mit dem symbolischen Durchtrennen eines Bandes durch die Direktoren der Ethnologischen Museen in Japan und Sachsen, Sudo Keníchi und Claus Deimel.
In Japan existieren heute nur sehr wenige historische Objekte der Ainu. Im Besitz des Nationalmuseums für Ethnologie Osaka befinden sich hauptsächlich Neuanfertigungen. Um der Öffentlichkeit ein Bild der ursprünglichen Kultur zu vermitteln und auch den Nachfahren der Ainu diese inzwischen weitgehend verschwundene Kultur zugänglich zu machen, greift die Ainu Foundation auf international bedeutende Sammlungen aus aller Welt zurück, so auch auf die Sammlung der Sächsischen Völkerkundemuseen. Das Konzept besteht darin, die eigene Sammlung mit den Leihgaben aus dem Ausland in einen Dialog treten zu lassen.
Der Bestand von Ainu-Objekten der Staatlichen Ethnographischen Sammlungen Sachsen genießt einen weltweit herausragenden Ruf wegen seiner Qualität und seines Umfangs. 152 Objekte schicken die sächsischen Völkerkundemuseen nun für diese Ausstellung nach Japan. Neben Gebrauchs- und Einrichtungsgegenständen finden sich Web- und Jagdgeräte, verzierte Opferspatel sowie Haus- und Bootsmodelle unter den Leihgaben. Eines der herausragendsten Stücke ist ein Mantel aus Fischhaut aus der Sammlung des Dresdner Völkerkundemuseums.
