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Die Sammlungen - Afrika

Mbula-Figur, Ende 19. Jahrhundert Höhe 32 cm MAf 32128 Foto: Ingrid Hänse
Mbula-Figur, Ende 19. Jahrhundert Höhe 32 cm MAf 32128
Foto: Ingrid Hänse
Bronzekopf mit reich verzierter Plinthe 18. Jahrhundert, Benin (Nigeria) Höhe 30,5 cm Foto: Ingrid Hänse
Bronzekopf mit reich verzierter Plinthe 18. Jahrhundert, Benin (Nigeria) Höhe 30,5 cm
Foto: Ingrid Hänse
Gesichtsmaske der Makonde MAf 16567 Foto: Karin Wieckhorst
Gesichtsmaske der Makonde MAf 16567
Foto: Karin Wieckhorst

Das Museum für Völkerkunde zu Leipzig besitzt trotz des Verlustes wertvoller Objekte im Zweiten Weltkrieg über 45.000 afrikanische Objekte, davon knapp 39.000 aus Afrika südlich der Sahara. Der überwiegende Teil wurde bis 1918 erworben.

Vor allem während der deutschen Kolonialzeit gelangten Sammlungen aus Kamerun, Togo, Deutsch-Ostafrika (Tansania) und Deutsch-Südwestafrika (Namibia) in das Museum. Aber auch aus vielen anderen Gebieten West-, Zentral-, Ost- und Südafrikas erhielt das Museum überwiegend von deutschen Forschern und Reisenden Sammlungen.

Zu den bedeutendsten zählen die umfangreichen Sammlungen von Leo Frobenius aus Westafrika, vor allem Guinea, Mali, Burkina Faso, Togo, Nigeria und Kamerun. Zu den wertvollsten Beständen gehört die Benin-Sammlung, die Anfang des 20. Jahrhunderts bis auf wenige Objekte durch Hans Meyer, Mitinhaber des Bibliographischen Instituts Leipzig, ins Museum gekommen ist.

Ähnlich wertvolle Sammlungen stellen zum Beispiel aus dem zentralafrikanischen Raum die von Robert Visser, Plantagendirektor im Dienst einer holländischen Handelsfirma, von den Völkern des nördlichen Kongo-Küstengebietes erworbenen dar oder aus dem ostafrikanischen Zwischenseengebiet und Nordkongo die Sammlungen der Expedition Herzog Adolf Friedrich zu Mecklenburg.

Aus dem mittleren und südlichen Zentralafrika besitzt das Museum Sammlungen mit zum Teil sehr alten und wertvollen Stücken, zum Beispiel der Manyema, Baluba, Lulua in der Demokratischen Republik Kongo, der Barotse in Zambia und Mambunda in Angola. Von den Völkern Ost- und Südafrikas stammen ebenfalls bedeutende Sammlungen, u. a. von den Cwana, Ngunï, San ("Buschmänner") oder von den Makonde, Makua und Yao.


Ansprechpartner:

Giselher Blesse
Tel. 0341/9731-923
giselher.blesse@ses.museum

Dr. Christine Seige
Tel. 0341/9731-908
christine.seige@ses.museum