"Alphabetum Tibetanum"

Alphabetum Tibetanum von Pater Georgi aus dem Jahre 1762
Alphabetum Tibetanum von Pater Georgi aus dem Jahre 1762

Zur vorliegenden bibliophilen Kostbarkeit "Alphabetum Tibetanum" von Pater Georgi aus dem Jahre 1762 findet sich folgendes Zitat von Isaak Jakob Schmidt, aus dem Vorwort zu seiner Grammatik der tibetischen Sprache. St. Petersburg 1839, aus Walravens, H.: Isaak Jakob Schmidt. Leben und Werk. Wiesbaden 2005, S. 70:

"Zwar wusste man bereits seit mehr als einem Jahrhunderte, wie die Tibetische
Schrift aussieht; zwar hatten die Missionäre der Römischen Propaganda
um jene Zeit Tibet besucht, hatten sich die Erlernung der Sprache
angelegen seyn lassen und ein nicht unbeträchtliches Material dazu
gesammelt; zwar liess die Propaganda, leider sehr missrathene, Tibe-
tische Charaktere schneiden, um den nach Europa gebrachten Apparat
zum Drucke zu benutzen, zwar gab der P. Georgi, der selbst kein Wort
Tibetisch verstand, sein monströses Alphabetum Tibetanum heraus, in
welchem er, so gut es ging, einen Theil dieses Materials verarbeitete,
jedoch hauptsächlich seine eigenen Grillen zu Tage förderte; aber alle
diese Bemühungen trugen nicht den geringsten Gewinn...
"

Um dieses Buch der Nachwelt zu erhalten benötigte es dringende Restaurierungsmaßnahmen.

Der Buchblock des vorliegenden Objekts war völlig intakt. Der Einband ist ein sogenannter Interimsband, der aus zwei unbezogenen Pappdeckeln und einem Geweberücken besteht. Das Gewebe des Einbandrückens war etwas brüchig und wiess bereits zahlreiche Risse auf. Der Vorderdeckel war an einer Stelle geknickt.

Dank der Unterstützung von Herrn Jochen Schumacher konnte die Restaurierung vom Zentrum für Bucherhaltung in Leipzig ausgeführt werden. Nach erfolgter Restaurierung erhielt das Wörterbuch wieder einen Platz in unserer Präsenzbibliothek.